Interviews & Fotos über die Arbeit vor Ort mit Patienten und Angehörigen
Kurt und Emmi Ganske:

„Ich pflege meine Frau schon seit fünf Jahren, seit sie einen Schlaganfall hatte. Meine Schwiegertochter hilft mir. Und Schwester Elke kommt jeden Tag vorbei, das klappt gut! Zum Glück kann ich sie noch umlagern, obwohl ich ja auch schon 78 bin. Aber ohne Hilfe würde ich es trotzdem nicht schaffen!“


Hannelore Brück:

„Als Diabetikerin muss ich zweimal täglich Insulinspritzen bekommen, seit fast drei Jahren. Allein kann ich das nicht, und mein Mann hat auch Probleme mit den Händen. Deshalb kommt Schwester Elke immer zum Spritzen vorbei. Ich bin damit sehr zufrieden!“


Eckhard Becker:

„Ich lebe wieder bei meinen Eltern, die mich pflegen. Seit fünf Jahren bin ich querschnittsgelähmt, nachdem ich aus ungeklärter Ursache eine Rückenentzündung bekommen hatte. Ich brauche täglich medizinische Grundversorgung, das macht Schwester Elke.“

Mutter Elfriede Becker:

„Wir sind auch Mitglied im Wiesecker Förderverein. Man kann es ja schließlich selbst noch gebrauchen! Nur manchmal würde ich gern mehr mitbekommen von der Arbeit des Fördervereins.“


Mitarbeiterinnen der Pflegezentrale in Wieseck
Schwester Elke Grundschok:

„Ich arbeite seit 6 Jahren für die evangelische Pflegezentrale in Wieseck. Ich arbeite gern mit älteren Leuten, ich arbeite gern in der Pflege. Man gehört fast mit zur Familie, man kennt sich. Das brauchen die Menschen aber auch; oft ist ihr Alltag sehr eintönig, und das bedeutet dann Abwechslung und einen Kontakt „nach draußen“, wenn ich zu ihnen komme.“

Schwester Petra Malek:

„Seit 2 Jahren bin ich hier in Wieseck unterwegs, und es gefällt mir gut. Klar, langsam merkt man auch in unserer täglichen Arbeit schon die Probleme. Die Kassen fangen an, bei den Patienten zu sparen; nicht alle werden als pflegebedürftig eingestuft, wo es vielleicht nötig wäre. Und dann gibt es viel Lauferei, viel Überzeugungsarbeit, bis das alles geklärt ist.“

Schwester Corina Kesselheim, Gemeindeschwester

„Die Arbeit in Wieseck ist sehr vielfältig und interes- sant. Mir gefällt es, dass ich mit jeweils unterschied- lichen Mentalitäten Kontakt habe und mit Menschen arbeite. Schwierig finde ich besonders, den Kindern zu erklären, dass für unsere Arbeit jede Kleinigkeit abgerechnet werden muss, dass es zunehmend schwierig ist, unsere Arbeit überhaupt aufrecht zu erhalten. Daher bin ich froh, für die Wiesecker

Pflegestation zu arbeiten: nicht zuletzt dank der Unterstützung des Fördervereins ist es uns immer noch möglich, die vielen Patienten, die wir hier haben, gut zu betreuen.“

Leitung der evangelischen Pflegezentrale
Andreas Kellersmann, Pflegedienstleiter der Evangelischen Pflegezentrale:

"Die Evangelische Pflegezentrale Gießen hat ein Profil, das geprägt ist durch hohe fachliche Ansprüche, durch die Achtung der Menschen- würde und einen christlichen, diakonischen Geist.
Wir sorgen für Pflegesicherheit und lassen niemanden ohne Hilfe allein. Die Kirche nimmt ihren Auftrag wahr. Sie möchte ihrer Verant- wortung auch im Bereich der häuslichen Pflege gerne gerecht werden. Allein kann sie jedoch nicht alle Finanzierungslücken schließen. Hier ist sie auf die Hilfe Aller angewiesen. Eine 'Pflege mit diakonischem Anspruch' sicherzustellen, muss durch eine breite Basis gestützt und getragen sein. Dazu ist der Wille und das Engagement der Wiesecker Bürgerinnen und Bürger eine unverzichtbare Voraussetzung."