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| Bevölkerungsentwicklung
„Stell dir vor, du brauchst Hilfe und niemand hat
Zeit“...
Zeit ist Geld, time is money – eine Binsenweisheit, die leider auch für die Pflege zutrifft. Ähnlich wie das deutsche Gesundheitssystem allgemein steckt auch die Pflege in einer finanziellen Krise. Und fehlende Finanzen bedrohen die Pflegequalität.
Die maßgeblichen Ursachen der finanziellen Krise: |
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• einerseits steigt der Anteil
der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung
• das heißt, dass andererseits der Anteil der Jüngeren, die in
das Sozialsystem
einzahlen, sinkt.
• zusätzlich trägt zur Zeit die schlechte
Arbeitsmarktsituation dazu bei, dass weniger
Geld für Pflege- und Krankenversicherungen
eingenommen wird.
• außerdem verlangt der Arbeitsmarkt immer mehr, dass Menschen
aus beruflichen
Gründen umziehen. Deshalb wird eine häusliche
Pflege durch Familienangehörige
immer schwieriger.
Heute sind es rund 24 % der Menschen in
Deutschland, die über 60 sind; 2030 werden es 34 % sein. Und in
Gießen und in Wieseck sieht es nicht anders aus, als im übrigen
Deutschland: |
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Altersstruktur in Deutschland 2001: |
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Altersstruktur in Deutschland 2030 (Prognose): |
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(Quelle der Zahlen: Statistisches Bundesamt) |
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| Entwicklung in der Evangelischen Pflegezentrale Gießen |
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| Die Arbeit der Evangelischen Pflegezentrale in Gießen orientiert sich an einem Pflegeleitbild, das die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Arbeit unterliegt strengen Qualitätskriterien, sowohl was rechtliche Vorgaben betrifft, die in Hessen besonders streng sind, als auch durch den eigenen Anspruch an die Arbeit.
Doch schon heute reicht das Geld, das über Pflege- und Krankenkassen gezahlt wird, nicht aus, um die Pflege in der Qualität, die verlangt wird, anzubieten. Ganz zu schweigen von seelsorgerischer, psychologischer Begleitung, die über die reine Versorgung hinaus geht! |
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| Beispielsweise kostet eine Pflegestunde rund 35,00 €. Dies sind nur die entstehenden Personalkosten, ohne das notwendige Material, Mieten, Benzin einzurechnen. Ersetzt werden aber von Pflege- oder Krankenkassen gegenwärtig pro Stunde nur zwischen 26,00 und 28,00 €. Um die restlichen Kosten zu decken, sind Pflegeanbieter also angewiesen auf andere Geldquellen, auf Rücklagen und Einsparungen und Spenden.
Die Kirche – hier die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) – stiehlt sich nicht aus der Verantwortung, sondern wird für einen Großteil des Defizits einstehen und die notwendigen Mittel aus Rücklagen beisteuern. Diese Rücklagen sind jedoch nicht unbegrenzt. |
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| Erst kürzlich hat die EKHN Zahlen und Berichte veröffentlicht, die zeigen, dass die Rücklagen der Kirche bereits in sechs Jahren aufgebraucht sein werden und verschärfte Sparmaßnahmen nötig sind.
(Gießener Anzeiger vom 23. August 2003, S. 5) |
| Bei der Evangelischen Pflegezentrale in Gießen entsteht bereits in 2003 ein Einnahmedefizit von rund € 250.000. Denn die Evangelische Pflegezentrale benötigt in 2003 rund 1,7 Mio. €. Davon werden aber nur knapp 1,5 Mio. € durch die Pflege- und Krankenkassen ersetzt. |
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| Entwicklung in Wieseck |
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| Entsprechend des Pflegebedarfs liegt der Finanzbedarf für Wieseck bei einem Sechstel der Mittel. Das heißt, für die Pflegearbeit in Wieseck werden rund 280.000 € jährlich benötigt, aber 42.000 € sind nicht über Pflegesätze gedeckt. |
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Defizit in Wieseck |
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| Die Mitglieder des Wiesecker Fördervereins haben es sich zum Ziel gesetzt, zur Verbesserung der Pflegesituation in Wieseck beizutragen und Pflegebedürftige direkt zu unterstützen.
Helfen auch Sie mit, und tragen Sie dazu bei, die Lebensqualität und das Miteinander in unserem Stadtteil zu verbessern! Werden Sie Mitglied im Wiesecker Förderverein der Diakonie. |
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